Bern, Generalsanierung und Umbau Volksschule Enge
Die Volksschule Enge wurde 1911 als dreigeschossiger Winkelbau im historisierenden Stil erstellt und 1931 mit einem Turnhallentrakt ergänzt. Im Rahmen der Gesamtsanierung wurde die denkmalgeschützte Schulanlage umfassend an die heutigen Anforderungen einer hindernisfreien und zeitgemässen Volksschule angepasst. Dabei wurde die bestehende Bausubstanz weitgehend erhalten und die Eingriffe in die Tragstruktur auf das erforderliche Mass beschränkt.
Die bestehende Tragstruktur des Schulhauses und des Turnhallentrakts befand sich grundsätzlich in gutem Zustand. Im Schulhaus waren Eingriffe insbesondere für die neuen Vertikalerschliessungen mit Treppen und Liftanlagen, den Ausbau des Dachgeschosses sowie lokal im Zusammenhang mit der Erneuerung der Haustechnik erforderlich. Die neuen Vertikalerschliessungen wurden in Massivbauweise erstellt und führten gleichzeitig zu einer Verbesserung der Erdbebensicherheit.
Im Turnhallentrakt bestand aufgrund fehlender Windverbände in der Dachebene ein generelles Stabilitätsdefizit. Dieses wurde durch den Einbau eines horizontalen Kreuzverbandes behoben und die Aussteifung für Wind- und Erdbebeneinwirkungen verbessert. Aufgrund der zusätzlichen Dachlasten der neuen Photovoltaikanlage waren weitere Ertüchtigungsmassnahmen erforderlich.
Bei der Westfassade der Spielhalle wurden die bestehenden Mauerwerkspfeiler und zugehörigen Brüstungen abgebrochen und durch geschosshohe Rundstützen ersetzt. Im Zuge der neuen Erschliessung wurden zudem eine Aussentreppe und eine Rampe erstellt und konstruktiv an den Bestand angebunden.
Sämtliche tragwerksplanerischen Eingriffe erfolgten unter Berücksichtigung der bestehenden Tragstruktur und mit dem Ziel, die historische Bausubstanz und den Charakter der Schulanlage weitgehend zu erhalten. Die Planung und Umsetzung erfolgten in enger Abstimmung mit den Anforderungen der Denkmalpflege.